Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

Christoph Langner

Christoph

Hallo, ich bin Christoph -- Linux-User, Blogger und pragmatischer Fan freier Software. Wie Ihr ohne Zweifel bemerkt haben solltet schreibe ich hier über Linux im Allgemeinen, Ubuntu im Speziellen, sowie Android und andere Internet-Themen. Wenn du Freude an meinen Artikel gefunden haben solltest, dann kannst du mir über Facebook, Google+ oder Twitter oder natürlich dem Blog folgen. 

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Artikel

chromecast-fernbedienung

26. September 2014
von Christoph
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Chromecast mittels TV-Fernbedienung und HDMI-CEC steuern?

Wer einen Chromecast-Dongle zuhause an seinem Fernseher hängen hat, der kann bequem Multimedia-Inhalte aus dem Internet auf sei TV-Gerät bringen. So macht man einen älteren Fernseher — ohne “smart” vor dem Namen — für knapp 35 Euro fit für Google-Dienste wie YouTube, Google Music und Google Movies, aber auch zahlreiche andere Android-Apps wie etwa die ZDFmediathek und Video-on-Demand-Dienste wie Netflix oder Watchever unterstützten bereits Chromecast. Mit Apps wie AllCast sendet ihr zudem Inhalte vom Handy bzw. Tablet auf den Chromecast und betrachtet so eure Urlaubsbilder kabellos und ohne Kopiererei auf der großen Leinwand.

Chromecast und CEC? Fehlanzeige!

Dabei fehlt mir jedoch eine kleine, aber nicht ganz unwichtige Komfort-Funktion: Ich würde gerne mit der Fernbedienung meines Fernsehers die Wiedergabe pausieren und wieder starten können. Auch dir restlichen Zusatztasten könnte man mit praktischen Funktionen belegen. Technisch wird das Ganze eigentlich schon länger mittels CEC über die HDMI-Schnittstelle gelöst. Zahlreiche Hersteller unterstützen den Standard, der jedoch bei jedem Unternehmen einen anderen Namen trägt (EasyLink bei Philips,  Simplink bei LG, Anynet+ bei Samsung oder BRAVIA Sync bei Sony). Apple TC und auch XBMC auf dem Raspberry Pi können zum Beispiel CEC umgehen — auch wenn man dafür CEC-fähiges HDMI-Kabel braucht.

Der Chromecast lässt sich bisher nicht mittels HDMI-CEC über die TV-Fernbedienung steuern.

Nun müsste es eigentlich auch für Google ein leichtes sein CEC in den Chromecast zu implementieren. Das Handy dient bei Chromecast nur als Vermittler, es bittet den Chromecast-Dongle sich einen Stream von einer bestimmten URL abzuholen und auf dem Bildschirm abzuspielen. Der Chromecast selber müsste eigentlich in der Lage sein die CEC-Signale zu verdauen — Tut er aber aus unerfindlichen Gründen bisher noch nicht.

Wünscht ihr euch ebenfalls diese Funktion, dann solltet ihr der Bugmeldung auf code.google.com einen Stern geben und so das Thema abonnieren. Laut Googles Chromecast-Forum soll es auch keine schlechte Idee sein, aus der Chromecast-App heraus den Wunsch nach CEC-Support an Google zu richten. Vielleicht bekommen wir dann CEC-Unterstützung eines Tages per Update spendiert.

Nutzt die Chromecast-App, um Feedback direkt an Google zu senden.

gnome-aufmacher

25. September 2014
von Christoph
4 Kommentare

Gnome 3.14 mit zahlreichen Neuerungen veröffentlicht

Die Gnome-Entwickler waren die Nacht über äußerst fleißig und haben die neuste Inkarnation des Gnome-Desktops ans Licht geschoben. Alle neuen Funktionen und Verbesserungen findet ihr wie immer ausführlich beschrieben in den deutschsprachigen Release Notes zu Gnome 3.14, so dass ich mir an dieser Stelle eine ausführliche Beschreibung der einzelnen neuen Gnome-Version erspare.

Zahlreiche Veränderungen, wie etwa die verbesserte Multitouch-Unterstützung und das automatische Umleiten auf Zwangsanmeldeseiten beim Verbindungsaufbau (kennt man beispielsweise von Hotel-WLANs oder anderen öffentlichen Hotspots), zeugen aber davon, dass die Gnome-Entwickler auf mobile Geräte wie Tablets oder Convertibles mit Touchscreens schielen.

(Direktlink)

Sehr praktisch und in unseren mobilen Welt sehr wichtig, ist aber auch die jetzt Netzwerk-basierte Freigabe, die bestimmte Dienste — Persönliche Dateifreigabe (WebDAV), Medienfreigabe (DLNA) und Bildschirmfreigabe (VNC) — nur in ausgewählten Netzwerken startet, sodass man in Internetcafés oder im Uni-WLAN vor bösen Überraschungen verschont bleibt. Privates bleibt so immer privat, auch wenn jemand im fremden Netz auf Erkundungstour geht.

Was mich besonders freut ist die verbesserte Unterstützung von Multimonitor-Setups. Arbeitet man zum Beispiel mit einem Laptop und einer Docking-Station mit einem zusätzlichen Monitor, dann schiebt Gnome von nun an automatisch die Fenster auf den zweiten Bildschirm, die man dort zuvor platziert hatte, auch wenn man inzwischen ohne den zweiten Monitor gearbeitet hat.

Und zu guter letzt müssen wir uns vom kantigen Windows-98-Look verabschieden, den man bisher immer dann zu Gesicht bekam, wenn irgendwo irgendwas klemmte. In Gnome 3.14 löst nun endlich das aktuelle Adwaita-Theme das bisherige Standard- und Fallback-Theme Raleigh ab. Kommen GTK-Anwendungen nun mit dem aktuellen Theme nicht zurecht, dann erscheinen sie wenigstens im Adwaita-Look.

Adwaita löst nun Raleigh als Standard- und damit Fallback-Template ab.

Für mich als Arch-User wird Gnome 3.14 in den nächsten Tagen oder Wochen mit Sicherheit automatisch über die Paketverwaltung auf dem System eintrudeln. Ansonsten wird Fedora 21 Ende des Jahres mit dem neusten Gnome ausgeliefert werden. openSUSE 13.2 wird ebenfalls mit Gnome 3.14 arbeiten und — wenn alles nach Plan läuft — im November auf den Markt kommen. Und natürlich wird auch bei Debian an der Implementation der neuen Gnome-Version gearbeitet, hier kann man den Fortschritt hübsch aufbereitet verflogen.

harddisk

24. September 2014
von Christoph
16 Kommentare

Backblaze-Report, welche Festplatten sollte man kaufen

Cloudspeicheranbieter wie Dropbox, Box oder Copy gibt es ja wie Sand am Meer. Aber ich meine, dass nur Backblaze so umfassende Informationen rund um die vom Dienst eingesetzten Festplatten verrät. Wie schon einmal Anfang dieses Jahres hat Backblaze die Ausfallrate seiner knapp 35.000 im … Weiterlesen

netflix-ubuntu

19. September 2014
von Christoph
10 Kommentare

Netflix bietet Canonical an Ubuntu fit für seinen VoD-Dienst zu machen

Seit ein paar Tagen kommen auch User aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Genuss des Video-on-Demand-Dienstes Netflix. Wie die Konkurrenz von Watchever, Maxdome und Amazon läuft jedoch auch Netflix nicht ohne Komplikationen unter Linux. Mit dem richtigen User-Agent … Weiterlesen

netflix

16. September 2014
von Christoph
48 Kommentare

Netflix startet in Deutschland, dank HTML5-Player tut der Dienst unter Linux ohne Silverlight

Nach Watchever, Maxdome, Sky Go oder Amazon Prime Video starte mit Netflix heute auch noch der amerikanische Branchenprimus mit seinem in den USA den Markt beherrschenden Video-On-Demand-Dienst in Deutschland. Damit dürfte nun auch in good old Germany keiner der großen … Weiterlesen

cool-retro-term_008

14. September 2014
von Christoph
3 Kommentare

Speicherbelegung eines Dateityps rekursiv in allen Unterordnern ermitteln

Ich stand vorhin vor der Aufgabe herauszufinden, wie viel Speicherplatz sämtliche JPG-Bilder und MOV-Videos in einer weit und tief verzweigten Ordnerstruktur mit unzähligen Dateien ganz unterschiedlichen Typs belegen. Die klassischen Befehle Du, Df und Co. helfen hier auf den ersten Blick nicht direkt weiter, da ich eben rekursiv den Speicherplatz dieser beiden Dateitypen ermitteln möchte.

Die Aufgabe war letztendlich gar nicht so einfach zu lösen: Mit find fische ich mir rekursiv sämtliche Dateien eines Typs aus den Unterverzeichnissen, du ermittelt daraufhin die Dateigröße jeder Datei. Danach schnippel ich mir mit tail -1 die am Anfang stehende Dateigröße aus der Ausgabe und addiere dann mit awk Zeile für Zeile der Ausgabe zusammen. Kommt ihr auf eine bessere, weil schlankere Lösung? Mich würde das mal interessieren.

$ find . -type f -name "*.JPG" -exec du -shc {} + | tail -1 | awk '{print $1}'
9,8G
$ find . -type f -name "*.MOV" -exec du -shc {} + | tail -1 | awk '{print $1}'
15G

Wer solch eine Aufgabe öfters einmal zu bewältigen hat, der kann sich das Kommando beispielsweise als Alias in die .bashrc eintragen, so muss man es nicht immer komplett neu eintippen oder aus der History herausfischen. Alternativ könnt ihr euch aber auch einmal das kleines Perl-Skript duext ansehen. Es rechnet nicht nur die Dateigrößen eines Dateityps zusammen, sondern listet die rekursiv zusammengerechnete Belegung jedes in den Unterverzeichnissen vorkommenden Dateityps inklusive der Anzahl der Datein auf.

## duext herunterladen, umbenennen und ausführbar machen
$ wget https://sites.google.com/site/mailvortex/unix-and-linux/duext/duext.pl.txt
$ mv duext.pl.txt duext
$ chmod +x duext

## duext beispielsweise auf das Homeverzeichnis loslassen
$ ./duext /home/beispiel
soh: 2 files, 7409 bytes
cmeta: 4 files, 52 bytes
png: 12112 files, 791262261 bytes
...
gpg: 3 files, 40 bytes
ots: 1 files, 19030 bytes
odt: 7 files, 226643 bytes
/////// 336 unique file extensions
/////// total 57098 files, 65985706195 bytes

## Nur die Belegung von JPG- und PNG-Dateien ausgeben
$ ./duext /home/beispiel | grep -E 'jpg|png'
png: 12114 files, 791559846 bytes
jpg: 2199 files, 5751992470 bytes
galaxy-nexus

13. September 2014
von Christoph
4 Kommentare

CyanogenMod wird das Galaxy Nexus GSM mit Android L versorgen

Mein Galaxy Nexus ist auch nach über zwei Jahren Dauereinsatz immer noch mein tagtäglich genutztes Handy. Dank Custom-ROMs wie CyanogenMod oder dem aktuell von mir installiertem OmniROM, und dem damit verbundenen Update auf Android 4.4, läuft das erste Nexus-Handy von Google wesentlich schneller, als mit dem ursprünglich installiertem Android 4.0. Einzig die Akkulaufzeit dürfte etwas länger sein und auch die Kamera entspricht nicht mehr wirklich dem Stand der Zeit. Geschenkt… Dafür darf mir mein Handy auch einmal runterfallen, ohne dass ich gleich Angst haben müsste, das schöne neue, und vor allen Dingen teure Handy zu ruinieren.

Mit dem demnächst anstehenden Release von Android L, Googles nächster Android-Generation, stellt sich jedoch die Frage, ob wir Nexus-User weiterhin mit einem aktuellen CyanogenMod rechnen können. Die Antwort antwortete lautete kurzzeitig: Nein! Das amerikanische Blog Android Authority meldete für einige Zeit CyanogenMod for Galaxy Nexus won’t survive the jump to L. Da der im Galaxy Nexus verbaute OMAP-Chipsatz von Texas Instruments inzwischen einfach eine zu kleine Nutzerbasis besitzt und somit zu wenig Support erfährt, wird es keine CyanogenMod-Images mit Android L für das Galaxy Nexus geben.

Zum Glück meldete sich im entsprechenden Bug-Report des CyanogenMod-Bug-Trackers jedoch schnell ein interessierter Entwickler, der sich weiterhin um CyanogenMod auf dem Galaxy Nexus kümmern möchte — allerdings wird er nur an der GSM-Version des Nexus, also dem unter dem Codenamen Maguro firmierenden Gerät, arbeiten. Somit wird es höchstwahrscheinlich — sag niemals nie — eine CyanogenMod-Variante mit Android L für das Galaxy Nexus geben, die amerikanischen Varianten Toro (Verizon) und Toroplus (Sprint) bleiben in Zukunft allerdings außen vor und müssen sich mit CyanogenMod 11 mit Android 4.4 als Basis letztes offizielle Version CyanogenMod für ihr Handy begnügen.

CyanogenMod wird Android L auf die europäische GSM-Version (Maguro) des Galaxy Nexus bringen.