Linux und Ich

Blog über Ubuntu, Linux, Android und IT

netflix

16. September 2014
von Christoph
15 Kommentare

Netflix startet in Deutschland, dank HTML5-Player tut der Dienst unter Linux ohne Silverlight

Nach Watchever, Maxdome, Sky Go oder Amazon Prime Video starte mit Netflix heute auch noch der amerikanische Branchenprimus mit seinem in den USA den Markt beherrschenden Video-On-Demand-Dienst in Deutschland. Damit dürfte nun auch in good old Germany keiner der großen Player in diesem Bereich fehlen. Wie die Konkurrenz baut auch Netflix auf das Silverlight-Plugin, das unter Linux nur über den Umweg Pipelight zum Laufen gebracht werden kann. Wer seinen Browser jedoch richtig konfiguriert, dem präsentiert Netflix allerdings browser- und linux-freundliche HTML5-Streams, so dass man Netflix auch ohne Pipelight-Gebastel nutzen kann. Die Sache hat allerdings ein paar Haken.

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gimp-green-antialiasing-infinality-intro

14. September 2014
von Christoph
7 Kommentare

Grünes Antialiasing unter Arch in Gimp? Freetype-Infinality ist dran schuld!

Wer Erfahrungen mit Distributionen wie Ubuntu oder Fedora hat und das erste mal ein Arch Linux installiert, der stört sich am Anfang mit Sicherheit an der nicht wirklich optimalen Darstellung von Schriften auf dem Desktop. Die Fonts erscheinen dünn und abgemagert, es fehlt an einer ordentlichen Kantenglättung aka Antialiasing und subtilem Subpixel-Rendering. Ubuntu und Co. sorgen mit eigenhändigen Patches an der für die Schriftdarstellung verantwortlichen Bibliothek FreeType bzw. durch Implementation bestehender Verbesserungen wie Infinality schon von Haus aus für ein besseres Schriftbild, dies sorgt allerdings für Probleme in Gimp.

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cool-retro-term_008

14. September 2014
von Christoph
3 Kommentare

Speicherbelegung eines Dateityps rekursiv in allen Unterordnern ermitteln

Ich stand vorhin vor der Aufgabe herauszufinden, wie viel Speicherplatz sämtliche JPG-Bilder und MOV-Videos in einer weit und tief verzweigten Ordnerstruktur mit unzähligen Dateien ganz unterschiedlichen Typs belegen. Die klassischen Befehle Du, Df und Co. helfen hier auf den ersten Blick nicht direkt weiter, da ich eben rekursiv den Speicherplatz dieser beiden Dateitypen ermitteln möchte.

Die Aufgabe war letztendlich gar nicht so einfach zu lösen: Mit find fische ich mir rekursiv sämtliche Dateien eines Typs aus den Unterverzeichnissen, du ermittelt daraufhin die Dateigröße jeder Datei. Danach schnippel ich mir mit tail -1 die am Anfang stehende Dateigröße aus der Ausgabe und addiere dann mit awk Zeile für Zeile der Ausgabe zusammen. Kommt ihr auf eine bessere, weil schlankere Lösung? Mich würde das mal interessieren.

$ find . -type f -name "*.JPG" -exec du -shc {} + | tail -1 | awk '{print $1}'
9,8G
$ find . -type f -name "*.MOV" -exec du -shc {} + | tail -1 | awk '{print $1}'
15G

Wer solch eine Aufgabe öfters einmal zu bewältigen hat, der kann sich das Kommando beispielsweise als Alias in die .bashrc eintragen, so muss man es nicht immer komplett neu eintippen oder aus der History herausfischen. Alternativ könnt ihr euch aber auch einmal das kleines Perl-Skript duext ansehen. Es rechnet nicht nur die Dateigrößen eines Dateityps zusammen, sondern listet die rekursiv zusammengerechnete Belegung jedes in den Unterverzeichnissen vorkommenden Dateityps inklusive der Anzahl der Datein auf.

## duext herunterladen, umbenennen und ausführbar machen
$ wget https://sites.google.com/site/mailvortex/unix-and-linux/duext/duext.pl.txt
$ mv duext.pl.txt duext
$ chmod +x duext

## duext beispielsweise auf das Homeverzeichnis loslassen
$ ./duext /home/beispiel
soh: 2 files, 7409 bytes
cmeta: 4 files, 52 bytes
png: 12112 files, 791262261 bytes
...
gpg: 3 files, 40 bytes
ots: 1 files, 19030 bytes
odt: 7 files, 226643 bytes
/////// 336 unique file extensions
/////// total 57098 files, 65985706195 bytes

## Nur die Belegung von JPG- und PNG-Dateien ausgeben
$ ./duext /home/beispiel | grep -E 'jpg|png'
png: 12114 files, 791559846 bytes
jpg: 2199 files, 5751992470 bytes
galaxy-nexus

13. September 2014
von Christoph
4 Kommentare

CyanogenMod wird das Galaxy Nexus GSM mit Android L versorgen

Mein Galaxy Nexus ist auch nach über zwei Jahren Dauereinsatz immer noch mein tagtäglich genutztes Handy. Dank Custom-ROMs wie CyanogenMod oder dem aktuell von mir installiertem OmniROM, und dem damit verbundenen Update auf Android 4.4, läuft das erste Nexus-Handy von Google wesentlich schneller, als mit dem ursprünglich installiertem Android 4.0. Einzig die Akkulaufzeit dürfte etwas länger sein und auch die Kamera entspricht nicht mehr wirklich dem Stand der Zeit. Geschenkt… Dafür darf mir mein Handy auch einmal runterfallen, ohne dass ich gleich Angst haben müsste, das schöne neue, und vor allen Dingen teure Handy zu ruinieren.

Mit dem demnächst anstehenden Release von Android L, Googles nächster Android-Generation, stellt sich jedoch die Frage, ob wir Nexus-User weiterhin mit einem aktuellen CyanogenMod rechnen können. Die Antwort antwortete lautete kurzzeitig: Nein! Das amerikanische Blog Android Authority meldete für einige Zeit CyanogenMod for Galaxy Nexus won’t survive the jump to L. Da der im Galaxy Nexus verbaute OMAP-Chipsatz von Texas Instruments inzwischen einfach eine zu kleine Nutzerbasis besitzt und somit zu wenig Support erfährt, wird es keine CyanogenMod-Images mit Android L für das Galaxy Nexus geben.

Zum Glück meldete sich im entsprechenden Bug-Report des CyanogenMod-Bug-Trackers jedoch schnell ein interessierter Entwickler, der sich weiterhin um CyanogenMod auf dem Galaxy Nexus kümmern möchte — allerdings wird er nur an der GSM-Version des Nexus, also dem unter dem Codenamen Maguro firmierenden Gerät, arbeiten. Somit wird es höchstwahrscheinlich — sag niemals nie — eine CyanogenMod-Variante mit Android L für das Galaxy Nexus geben, die amerikanischen Varianten Toro (Verizon) und Toroplus (Sprint) bleiben in Zukunft allerdings außen vor und müssen sich mit CyanogenMod 11 mit Android 4.4 als Basis letztes offizielle Version CyanogenMod für ihr Handy begnügen.

CyanogenMod wird Android L auf die europäische GSM-Version (Maguro) des Galaxy Nexus bringen.

Richard Stallman spricht auf der TEDxGeneva 2014

12. September 2014 von Christoph | 2 Kommentare

Der Vortrag ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, sondern entstand schon im April dieses Jahres, aber warum nicht. Richard Stallman ist immer wieder nett zu anzuhören — auch wenn man nicht jede seiner Aussagen teilen muss. Diesmal spricht er zum ersten mal auf einer TEDx-Konferenz, in diesem Fall auf der Genfer Ausgabe der Veranstaltung — Das Thema des Vortrags behandelt, wohl kaum verwunderlich, freie Software und wie proprietäre Programme und Dienste den User kontrollieren.

It is the first TEDx talk of the founder of Free Software movement. Stallman, RMS for short, has changed the world with his vision of freedom for the digital age. He launched the GNU operating system, used with Linux as a component, and inspired the development of Creative Commons licences and Wikipedia project. In this talk, Stallman describes how nonfree programs give companies control of their users and what users can do in order to recover control over their computing.

(Bildquelle: yourcmc.ru, lizenziert unter CC-BY-SA)

wikiwand-logo

12. September 2014
von Christoph
7 Kommentare

WikiWand macht die Wikipedia hübsch und funktionell

Schneller Tipp und richtig gute Sache, für alle die gerne in der Wikipedia schmökern, sich jedoch nach einem optischen Neuanstrich der Online-Enzyklopädie sehnen. Das Projekt WikiWand bereitet Wikipedia-Artikel live mit einem deutlich optimierten Layout, neuer Typografie und wesentlich weniger Verhau neu auf, so dass sich die Wiki-Artikel in meinen Augen deutlich besser lesen lassen. Zudem gibt es gleich Features wie das Weiterleiten eines Artikels per Mail, Facebook, Twitter und Co. Als Beispiel verlinke ich einfach mal die Artikel zu Linux (Wikipedia, WikiWand), Galileo Galilei (Wikipedia, WikiWand) oder Fliegendem Spaghettimonster (Wikipedia, WikiWand).

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taxi-ftp

11. September 2014
von Christoph
10 Kommentare

Der FTP-Client Taxi schafft Alternativen zu FileZilla und gFTP

Wer Webseiten im Internet betreibt und nicht gerade einen kleinen Server im Netz stehen hat, der greift für Datentransfers meist zu einem FTP-Client. Unter Windows nutzen viele dafür meist WinSCP, auf Macs finde ich Cyberdock eine gelungene Lösung, beide Programme sind freie Software. Nur unter Linux sieht die Auswahl an Alternativen recht mager aus. Der einzige aktiv entwickelte FTP-Client für das freie Betriebssystem ist in meinen Augen FileZilla, doch mit dem Programm konnte ich mich über Jahre hinweg nur wenig anfreunden. Die andere Alternative gFTP hat schon seit 2008 kein Update mehr erfahren. Zeit für eine weitere Alternative, Zeit für Taxi.

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twrp-logo

11. September 2014
von Christoph
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Das TeamWin Recovery TWRP 2.8 unterstützt jetzt Datentransfers via MTP

Früher einmal™, in den guten alten Zeiten der ersten Android-Geräte, konnte man die Google-Handys einfach per USB-Kabel an den Rechner anschließen und Daten per Massenspeichermodus auf das Gerät schieben. Egal ob man mit Windows, MacOS X oder Linux unterwegs war: Das Verfahren funktioniere systemübergreifend und ohne große Komplikationen. Doch dann entschied sich Google komplett auf MTP zum Übertragen von Daten zwischen Android und PC umzuschwenken. Das Media Transfer Protocol hilft dabei ein paar unangenehmen und folgenreiche Schwächen des reinen USB-Massenspeichermodus auszubügeln. In Zukunft kann man es auch mit dem TWRP-Recovery nutzen und etwa Daten via Recovery-Mode vom Handy retten.

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synergy-logo

10. September 2014
von Christoph
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Maus- und Keyboard-Sharing-Tool Synergy schaltet Paywall vor Downloads

Eine der am häufigsten gestellten Fragen rund um freie Software ist ja wie das Projekt und die dahinter stehenden Menschen jemals Geld verdienen möchten. Software schreibt sich ja nicht von alleine, wie sollen die Entwickler jemals an etwas Geld für ihre tagtäglich benötigten Brötchen kommen. Bei Hobby-Projekten stellt sich diese Frage eigentlich eher weniger, doch es gibt auch zahlreiche Entwickler, die sich vollständig ihrem freien Software-Projekt widmen und davon auch leben möchten.

Eines dieser Projekte ist das populäre und recht weit verbreitete Maus- und Keyboard-Sharing-Tool Synergy. Das Programm erlaubt das Steuern mehrerer Rechner mit nur einer Maus-/Tastatur-Kombo über das Netzwerk. So kann man etwa das Notebook als zweites Display nutzen, egal welches Betriebssystem auf dem Rechner läuft. Nun kommt trotz intensiver Bitten um Spenden nicht viel dabei rum. Laut Angaben von Synergy-Hauptentwickler Nick Bolton spenden gerade einmal 0,002% aller User, die Synergy von der Homepage laden, für das Projekt.

Mit Synergy steuer man mehrere Rechner mit einer Maus und einer Tastatur.

Die Position der einzelnen Rechner werden wie mehrere Monitore an einem Rechner organisiert.

Um das Projekt nun auf sichere Beine zu stellen, wagt Synergy nun einen recht riskanten Schritt: Der Download des Programms von der Synergy-Homepage wird kostenpflichtig, ein lebenslang gültiger Account kostet einmalig 4,99 US-Dollar. An der GPL-Lizenz ändert sich nichts, das Programm ist weiterhin freie Software und selbstverständlich lässt sich der Synergy-Quellcode nach wie vor einsehen, runterladen und natürlich auch eigenhändig kompilieren. Linux-Anwender werden das Programm auch in Zukunft kostenlos über die Paketverwaltung ihrer Distribution beziehen können.  Von dieser Entscheidung betroffen sind also nur Windows- und Mac-Anwender, die nicht in der Lage sind das Programm selber zu bauen — was wohl auf die meisten zutreffen wird.

I have realized that our little project needs to grow up. This is why I have made the decision to charge $4.99 to download Synergy. It turns out that given the option, only 0.002% will choose to donate, which just isn’t enough to fund the team size required to maintain the program. Synergy is still open source and “free as in free speech” (to quote Richard Stallman), except that now there’s a one-time fee to download the software. This will give you an account which will last forever, giving you lifetime download access for all new versions of Synergy. As with all GNU licensed software, you are free to run the program, change the program, and redistribute the program with or without changes.

Was denkt ihr? Ist das ein sinnvoller Schritt der Entwickler? Werden wir in Zukunft öfters Paywalls vor Binary-Downloads freier Programme sehen? Ich für meinen Teil habe eigentlich kein Problem mit dieser Idee. Unter Android sehen wir das bei Open-Source-Projekten eigentlich schon recht häufig. Wer etwa ownCloud oder den Tiny-Tiny-RSS-Client für Android bequem über den Google Play Store installieren möchte, der zahlt einen kleinen Obolus. Wer das nicht möchte, der findet die Programme auch im Open-Source-Market F-Droid. Dafür muss man sich jedoch ein wenig mit der ganzen Thematik rund um freie Software und Android auseinandersetzen. Ich meine, dass dies eigentlich ein fairer Deal ist.